Nachgebohrt

Im Sommer sollen die Bauarbeiten auf Baufeld K des Süderfeld Park beginnen. Vorher besteht die Pflicht, den Boden auf verbliebene Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg hin zu untersuchen. Aktuell ist der Kampfmittelräumdienst dabei, die sogenannte Tiefensondierung mit Bagger zu vollziehen. Mit einem langen Bohrer werden tiefe Löcher in den Boden gebracht und mit einer Kunststoffverrohrung versehen. In die Löcher werden im Anschluss Sonden gelassen, mit denen geprüft wird, ob sich im Boden ferromagnetische Verdachtsobjekte befinden. Sprich: Hinweise auf Magnetismus und damit auf Metall, dass da nicht hingehört.
Es ist erstaunlich, wieviele Kampfmittel auch mehr als 70 Jahre danach noch unter der Stadt gefunden werden. 2017 hat die Hamburger Feuerwehr allein 22 große Sprengbomben, 21 Stabbrandbomben und 103 Panzerfäuste aus dem Untergrund geholt - und das sind nur drei von 15 Zahlen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 10t Kampfmittel und knapp 6t Explosivstoffmasse sichergestellt, jeweils fast das Dreifache als noch im Vorjahr. Eine extrem wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe.